Mandelmus – Alles was man darüber wissen muss


Mandelmus - Ein 100% veganes Produkt aus Mandeln

Mandelmus – Ein 100% veganes Produkt aus Mandeln

Mandelmus ist keine neue Erfindung, aber erst in den letzten Jahren wieder richtig in Mode gekommen. Das liegt sicherlich auch an dem starken Trend hin zum Veganismus beziehungsweise der großen medialen Aufmerksamkeit durch die Vegan for … – Buchreihe. (Kennt ihr nicht? Ich meine die Kochbücher von Attila Hildmann.)

Mandelmus wird in vielen veganen Rezepten als Grundlage eingesetzt und wird wegen des hohen Proteingehaltes sehr geschätzt. Es ist wirklich vielseitig einsetzbar und leicht weiterzuverarbeiten. Egal ob pur als Brotaufstrich oder als Grundlage für Mandelmilch oder veganen Mozarella – man kann eine Menge damit anstellen und das Netz ist voll mit Rezepten. Aber auch als glutenfreier Schokoladenersatz tut das Mus gute Dienste, wenngleich es deswegen noch lange nicht kalorienärmer ist.

Unterschiede beim Mandelmus
Mandelmus gibt es im Handel in zwei Varianten – nämlich braun und weiß. Abhängig davon, ob geschälte oder ungeschälte Mandeln verarbeitet wurden, ändert sich die spätere Farbe des Produkts. Die helle Variante wird aus blanchierten und ungerösteten Mandeln hergestellt und ist reiner. Die meisten Menschen in meinem Umfeld sagen, dass das helle Mus etwas besser bekömmlich ist – aber das ist sicherlich nicht zu verallgemeinern. Das braune Mus kann durch einen kräftigeren Geschmack überzeugen und wird aus gerösteten, ungeschälten Mandeln hergestellt. Mir schmecken beide Sorten. :)

Auf Mandelmus.org will ich euch alles rund ums Thema Mandelmus näher bringen:

Ist Mandelmus gesund?

Mandeln, der Rohstoff für Mandelmus

Mandeln, der Rohstoff für Mandelmus

Mandeln haben nicht nur zur Weihnachtszeit ihre Berechtigung in unserer Ernährung, sondern durch ihre gesunden Inhaltsstoffe sollten sie zu keiner Jahreszeit fehlen. Mandeln sind gesund – Ohne wenn und Aber. Nur 30 bis 60 Gramm Mandeln oder Mandelmus täglich wirken sich positiv auf unsere Gesundheit aus.

Verschiedene Studien belegen, dass Mandelmus das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann und auch auf den Cholesterinspiegel Einfluss hat. (Für die Senkung des Cholesterinspiegels werden 30 – 60 Gramm täglich empfohlen. Die Wirkung geht dabei von den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen aus.)

Der Verzehr von Mandeln (oder Mandelmus) soll demnach auch vor Diabetes schützen und unter Umständen auch zu einer Verbesserung der Knochendichte führen. Auch die präbiotische Wirkung wurde nachgewiesen. (Der Verzehr von Mandeln wirkt sich gut auf die Darmgesundheit aus.)

Ich bin kein Mediziner und habe diese Studien natürlich nicht alle gelesen oder gar ausgewertet. Ich weiß auch nichts über die Vergleichsgruppen und ob das empirisch alles belastbar ist. Bei Interesse findet ihr im Netz aber eine Menge Infos zum Thema Mandeln und Gesundheit.

Die meisten Artikel beziehen sich auf folgende Studien, die ich mit Absicht nicht korrekt zitiere – immerhin soll das hier ja alles lesbar bleiben! ;)

  • Nut Consumption and Decreased Risk of Sudden Cardiac Death in the Physicians’ Health Study (“Der Verzehr von Nüssen und das verringerte Risiko für plötzlichen Herztod in der Gesundheitsstudie des Arztes”)
  • Release of Protein, Lipid, and Vitamin E from Almond seeds during digestion (“Die Freisetzung von Proteinen, Lipiden und Vitamin E aus Mandelkernen während der Verdauung”)
  • Effect of chronic almond consumption on body weight in healthy humans (“Auswirkungen des Dauerverzehrs von Mandeln auf das Körpergewicht von gesunden Menschen”)
  • Are we getting fat from the foods we do not eat? (“Werden wir dick durch die Nahrungsmittel, die wir nicht essen?”)
  • The cause of obesity: are we barking up the wrong tree? (“Die Ursache von Fettsucht. Suchen wir die Ursache an der falschen Stelle?”)
  • The satiating power of protein * a key to obesity prevention? (“Die sättigende Kraft von Protein * ein Schlüssel zur Verhinderung von Fettsucht?”)

Sehr aufschlussreich fand’ ich auch diesen Artikel.

Mandelmus Inhaltsstoffe – was steckt drin?

Mandelmus Inhaltsstoffe

Mandelmus Inhaltsstoffe

Mandelmus ist definitiv kein Schlankmacher, das sollte man sich gleich bewusst machen. Aber das gilt leider für viele vegane Produkte, die in der Annahme “etwas Gesundes” zu essen in großen Mengen zu sich genommen werden. Für werdende Mütter stellen Mandeln einen wertvollen Folsäurelieferanten dar. Aber auch als Vitaminlieferant sollte man Mandeln und die verarbeiteten Produkte wie Mandelmus nicht unterschätzen. Mineralstoffe, Eiweiß und Ballaststoffe ergänzen die Liste der wertvollen Inhaltsstoffe.

100 Gramm Mandelmus haben über 600 kcal und enthalten 59 Gramm Fett. 

Besonders für den hohen Anteil von Magnesium und Calcium sind Mandeln bekannt. Da diese beiden Mineralstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis vorkommen, können sie vom Körper besonders gut aufgenommen werden. Der hohe Eiweißgehalt ließ die Mandel schon in früheren Zeiten für die in den subtropischen Zonen lebenden Menschen zu einem Grundnahrungsmittel werden. Für die Knochen sind Mandeln ebenfalls ein wahres Wundermittel, beim Aufbau wie beim Erhalt. Bemerkenswert ist der hohe Eiweißgehalt von Mandeln. Mandeln enthalten überdies viele wertvolle Fette.

Kurzum: Mandeln ermöglichen eine vollwertige und ausgewogene Ernährung und sollten auf keinem Speiseplan fehlen. Ausführliche Informationen und eine Tabelle mit den Mandelmus Inhaltsstoffen habe ich ebenfalls zusammengestellt.

braunes Mandelmus mit typischer Ölschicht an der Oberfläche

braunes Mandelmus mit typischer Ölschicht an der Oberfläche

Mandelmus besteht zu 100 Prozent aus Mandeln und hat daher ebendiese Inhaltsstoffe, die die Mandel so wertvoll für unsere Ernährung machen. Nur wenige Löffel Mandelmus decken zum Beispiel einen Großteil des täglichen Mindestbedarfes an Magnesium. Mandelmus weist zudem eine hervorragende Fettsäurenstruktur auf, denn es besteht überwiegend aus einfach ungesättigten Fettsäuren und analog zum Olivenöl einem geringen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren. (Diese Fettsäuren wirken Arterienverkalkung, Fettstoffwechselstörungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegen.)

Mehr zum Thema gesättigte/ungesättigte Fettsäuren findet ihr bei Wikipedia.

Beliebte Mandelmus-Sorten

Ich mache mein Mandelmus meistens selber, denn sonst würde das ganz schön ins Geld gehen – immerhin esse ich mehrmals in der Woche Mandelmus. Aber ich verschenke es auch gern an Freunde oder empfehle es weiter. Bevor ich angefangen hab alles selber zu machen, hab’ ich natürlich die erhältlichen Sorten probiert und war meistens auch sehr angetan.

Ich möchte euch gern die beliebtesten Sorten vorstellen:

Mandelmus von Rapunzel

Braunes Mandelmus von Rapunzel

Braunes Mandelmus von Rapunzel

Das braune Mandelmus von Rapunzel gehört zu meinen Favoriten. Es ist schön cremig und verströmt nach dem Öffnen des Glases einen angenehmen Mandelduft. Überdies handelt es sich um ein 100-prozentiges Bio-Produkt und es ist frei von gentechnisch-veränderten Zusatzstoffen. (Das spiegelt sich auch im Slogan “Wir machen Bio aus Liebe” wider.)

Im Kühlschrank hält sich das Produkt einige Tage, allerdings muss man oft schon nach wenigen Stunden wieder einmal durchrühren, weil sich Öl an der Oberfläche abgesetzt hat. Das ist nicht weiter schlimm, aber bei anderen Mandelmus-Sorten ist mir das nicht so doll aufgefallen.

Das weiße Mandelmus von Rapunzel fand’ ich geschmacklich ok, aber im Vergleich zu anderen Produkten konnte mich dieses Rapunzel-Mus nicht so sehr packen. Ihr bekommt das Mus von Rapunzel in zwei verschiedenen Mengen. Das kleine Glas beinhaltet 250 Gramm, das große 500 Gramm. Da die Preise je nach Händler schwanken können, lohnt sich ein Vergleich in jedem Fall.

Ich habe euch die kleinste Menge einmal bei Amazon rausgesucht. Das ist zum Probieren sicherlich am besten. Wer mehr auf einmal bestellen möchte findet auch Angebote mit 4 oder mehr Gläsern. Hier sollte man sich immer am Preis pro 100 Gramm orientieren und die eventuell anfallenden Versandkosten berücksichtigen.

Mandelmus selber machen

Ich steh’ relativ viel in der Küche und proboiere eine Menge Zeug aus. Ich hab viele Rezepte ausprobiert und etliche Küchengeräte genutzt. Aber eines meiner Lieblingsrezepte benötigt nur eine Tüte gemahlene Mandeln, Wasser und einen Pürierstab. Keine große Sache also.

Das so hergestellte Mandelmus ist sehr glatt und hell. Ihr braucht:

  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 10-15 EL Wasser
  • eine Prise Salz

Die gemahlenen Mandeln müssen in einer großen Schüssel mit 10 Esslöffeln Wasser und etwas Salz kräftig durchgerührt werden. Anschließend kommt noch etwas Wasser löffelweise hinzu. Sobald die Masse schön cremig ist, wird der Pürierstab ausgepackt und der ganze Spaß einmal durchgejagt.

Fertig ist das Mandelmus – super easy, oder?

Vorteil bei diesem Rezept: Die Zubereitung sehr kleiner Mengen ist problemlos möglich. (Meistens scheut man ja den Aufwand …)

Mandelmus als Babynahrung?

Mandelmus besteht zu 100% aus Mandeln und kann problemlos als Beikost verwendet werden, wenn man zwei, drei Punkte beachtet. Als grobe Orientierung kann man sagen, dass 1 Teelöffel ungefähr 50 kcal enthält. Das Mus ist sehr flüssig und lässt sich prima unter Obst- oder Getreidebrei mischen. Und weil das so einfach ist, gibt man schbell mal zuviel Mandelmus hinzu. Grundsätzlich ist das nicht schlimm, denn Mandelmus ist reich an Eisen und Spurenelementen – und das schadet Babys und Kleinkindern in keinem Fall. Allerdings hat es eben auch viele Kalorien.

Als Mütter oder Väter wisst ihr am besten wieviele Kalorien euer Kind gerade benötigt. Beachtet also bitte die Nährwerte und gebt eurem Kind nicht Mandelmus pur als “Breiersatz”. Ein Teelöffel pro Portion sollte vollkommen ausreichen.

Tipp: Bevor ihr Brei und Mus mischt, solltet ihr das Mandelmus gut umrühren, weil sich in der Regel oben etwas Öl absetzt. Wenn ihr das Mandelmus nicht selber herstellt, solltet ihr auf jeden Fall zu einem Bio-Produkt greifen. Auch wenn das dunkle Mus etwas leckerer aussieht, kauft bitte die weiße Variante. Hierbei handelt es sich um das Mus aus ungerösteten und geschälten Mandeln.

Wissenswertes zu Mandelmus

  • Mandelmus ist gut haltbar auch wenn das Glas schon offen ist
  • Abgesetztes Öl auf dem Mus lassen und kurz vor dem Verzehr einfach wieder unterrühren
  • Bei Zimmertemperatur und lichtgeschützt (geschlossen) und später im Kühlschrank (geöffnet) aufbewahren

Wie lange ist Mandelmus haltbar?

Im Kühlschrank hält sich das selbstgemachte Mandelmus einige Tage, im Gefrierschrank kann man das Mus auch einige Monate aufbewahren. Für industriell hergestelltes Mandelmus gilt das natürlich auch. Wichtig: angebrochene Gläser sollten innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden. Es ist ganz normal, dass sich an der Oberfläche etwas Öl ablagert. (Sofern keine Zusatzstoffe enthalten sind, die diesen Vorgang verhindern.)

Einfach kräftig durchrühren und das Mus wird wieder cremig! :)

Mandelmus kaufen

Ihr findet einige der hier vorgestellten Mandelmus-Produkte in Drogerien (dm zum Beispiel) und natürlich im Reformhaus. Manche Produkte sind im normalen Handel nur schwer zu bekommen und es führt kein Weg an spezialisierten Shops vorbei. Große Supermärkte haben meistens auch eine Bio-Ecke. Wenn ihr etwas ländlicher wohnt, lohnt sich ein Blick ins Netz. Hier muss es nicht der spezial-super-duper-vegane Versand sein, sondern auch große Sortimentshändler wie Amazon führen Mandelmus.

(Wer Amazon Prime Kunde ist, zahlt auch keine Versandkosten. Andernfalls kann man aber auch ein sogenanntes Sparabo abschließen.)

Meine Erfahrung: Offline ist die Auswahl in der Regel etwas geringer. In den oben genannten Läden gibt’s meistens das Mandelmus von Alnatura oder das Mandelmus von Rapunzel.

Wie bei allen Lebensmitteln gilt: je größer die Menge, die ihr kauft, desto günstiger wird es.