Ab wann darf man Mandelmus essen?

Oft werde ich gefragt, ab welchem Alter man Mandelmus essen darf. Dabei geht es natürlich um Mandelmus für Babys. Kinder und Erwachsene können bedenkenlos Mandelmus essen. Nicht das wir uns hier falsch verstehen. 😉

Aber die Frage ist durchaus berechtigt, denn Süßmandelbäume können vereinzelt auch Bittermandeln tragen, die man optisch nicht von süßen Mandeln unterscheiden kann. Das ist vollkommen normal. Man spricht hier je nach Sorte von 1 – 3 Prozent. In diesem Zusammenhang treten natürlich Sorgen auf.

Doch dieser natürliche Anteil ist in Summe so gering, dass er bei der Verarbeitung zu Mandelmus gesundheitlich völlig unbedenklich ist. Allerdings kann der Bittermandelanteil durchaus zu einem bitteren und unangenehmen Beigeschmack führen. Aus Gründen der Qualitätssicherung setzen daher viele Hersteller auf ausgewählte Sorten, die einen sehr geringen Bittermandelanteil haben.

Möchte man seinem Kleinkind Mandelmus geben oder das Baby damit füttern, dann spricht grundsätzlich also nichts dagegen.

Allerdings sollte man Mandelmus nur als sogenannte Beikost mitfüttern. Da es zu 100 Prozent aus Mandeln besteht, sollte ihr jedoch die Nährwerte im Blick haben und es mit der Menge nicht übertreiben. Schmeckt die Sorte sehr nach Marzipan, ist der Bittermandelanteil etwas höher – aber das ist wie gesagt unkritisch.

Wichtig:Mandelmus pur ist zwar lecker, aber keine prima Idee. Als grobe Orientierung kann man sagen, dass 1 Teelöffel ungefähr 50 kcal enthält.

Babys und Kleinkinder haben einen anderen Kalorienbedarf als wir Erwachsene und Mandelmus hat sehr viele Kalorien, deswegen sollte man es sparsam einsetzen. (Mehr Infos zu den Nährstoffen von Mandelmus findet ihr hier.)

Mandelmus im Babybrei

Das Mus ist sehr flüssig und lässt sich prima unter Obst- oder Getreidebrei mischen. Und weil das so einfach ist, gibt man schell mal zuviel Mandelmus hinzu. Das nicht dramatisch schlimm, denn Mandelmus ist reich an Eisen und Spurenelementen – und das schadet Babys und Kleinkindern in keinem Fall. Allerdings hat es eben auch viele Kalorien und ist sehr fetthaltig.

Bevor ihr Brei und Mus mischt, solltet ihr das Mandelmus gut umrühren, weil sich in der Regel oben etwas Öl absetzt.

Wenn ihr noch mehr Infos braucht, dann schaut euch den  Beitrag Mandelmus als Babynahrung an.

Fazit: Mandelmus sollte in der Ernährung von Jung und Alt nicht fehlen. Insbesondere bei Babys und Kleinkindern muss man die hohe Kalorienzahl im Blick behalten und sollte es nicht übertreiben.

 

5 Gedanken zu „Ab wann darf man Mandelmus essen?

  • März 28, 2016 um 11:03 am
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    Hallo!

    Wie sieht es denn mit der Gefahr eines anaphylaktischen Schocks aufgrund einer Mandelallergie bei Babys aus?

    Herzlichen Gruß,
    die Allergiesorgenmama

    Antwort
    • April 6, 2016 um 9:45 pm
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      Hallo,

      wenn Grund zu der Annahme besteht, dass euer Baby eine Nahrungsmittelunverträglichkeit/Allergie hat, würde ich Mandelmus nicht als Beikost füttern, denn Mandelmus besteht zu 100 % aus Mandeln.

      Viele Grüße,
      Ralf

      Antwort
  • Juni 24, 2016 um 1:27 pm
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    Guten Tag,
    heute habe ich zum ersten Mal Mandelmus gekauft. Der Aufdruck „100 % Mandeln“ hat mich am meisten beeindruckt. Als ich dann anfing das Kleingedruckte zu lesen hat sich der gute Eindruck wieder verflüchtigt. Unter Alleregikerhinweis lese ich, dass so ziemlich jede Nuss die auf dieser Erde wächst in diesem Mus enthalten sein kann. Nicht zu vergessen Milch. Wie kann ich das mit dem großen Werbeaufdruck „100 % Mandeln“ vereinbaren? Kundenverarschung?
    Freundliche Grüße
    Horst Buhl

    Antwort
    • Juni 24, 2016 um 6:29 pm
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      Hallo Horst,

      ich denke, da geht es primär darum, dass sich der Hersteller in alle Richtungen absichert.

      Das Mandelmus besteht aus Mandeln – ohne Zusätze, wie Wasser oder Öl.

      Als Allergiker sind solche Hinweise wichtig, damit man im Zweifel lieber einen Bogen um solche Produkte machen kann.

      Inwiefern das Mus dann produktionsbedingt Spuren von Nüssen, Hülsenfrüchten oder Milch enthält, ist meiner Meinung nach erstmal unerheblich. Lieber einmal zu viel gewarnt.

      Viele Grüße,
      Ralf

      Antwort
    • Dezember 29, 2017 um 10:57 am
      Permalink

      Das hat damit zu tun, dass in der selben Fabrik auch die Stoffe verarbeitet werden, welche als „Spuren“ auftreten können. Das wird da nicht reingemischt kann aber unter Umständen enthalten sein.

      Antwort

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